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Weih-, Schutz- und Reinigungsräuchern

 

Früher gehörte das Räuchern zum normalen Alltag auf dem Land. Haus und Stall wurden damit desinfiziert und das Wohnklima wurde verbessert. Die ganze Familie zog durch die Gebäude. Der Vater ging mit der Räucherpfanne voraus, dahinter die Mutter und die Kinder, um die Familie, die Tiere und das Haus im nächsten Jahr zu beschützen und vor Schaden zu bewahren.

Dieses Ritual hat sich vermutlich deshalb in die heutige Zeit herüberretten können, weil die Weihnachtszeit auch heute noch eine sehnsuchtsvolle und geheimnisvolle Zeit ist. Denn welcher Brauch passt besser, um Altes loszulassen und Neues willkommen zu heißen? Das Räuchern ist auch ein Loslassen und Transformieren mit dem Element Luft. Denn durch den Rauch, der in die Luft steigt, reinigt man die Luft und transformiert die Energie.

 

 

 

Wie funktioniert das Räuchern?

 

 

Geräuchert wird mit Räucherschalen aus Ton oder Metall. Hier sind dir keine Grenzen gesetzt. Außerdem kommt es darauf an, ob du eine Hausräucherung machen möchtest und durch das Haus gehst oder ob du ein Stövchen verwenden möchtest, schlicht in einem Raum aufgestellt. Es ist aber auch möglich, so wie früher, eine einfache Gusseisenpfanne zu benutzen.

Besonders wichtig ist hier ein Stiel zum Tragen, da es sonst schwer ist, die Pfanne durch die Räume zu tragen. Traditionell wird sie mit Quarzsand gefüllt, auf dem dann Räucherkohle platziert wird. Sobald diese zu glühen anfängt, wird das Räucherwerk aufgelegt.

Die „modernen Kräuterhexen“ raten dazu, die Fenster zu öffnen. Warum? Nun, sie sind der Meinung, die schlechte Energie, die dem Rauch entflieht, muss auch entweichen können.

Traditionell gesehen, wurde in früheren Zeiten höchstens mal die Türe geöffnet, um das vermeintlich Böse hinauszutreiben. Allerdings entfaltet sich der Duft viel besser, wenn die Fenster geschlossen bleiben. Es hängt von dir und deinem Empfinden ab. Horche auch hier wieder in dich hinein und folge deinem Impuls. Ich persönlich lasse den Rauch ein wenig im Raum und lüfte dann einmal kurz durch. So bleibt der Duft im Raum und der Rauch kann mit den aufgelösten Energien abziehen. Mach es einfach so, wie es dir guttut. Es ist dein Ritual. Auch bei mir variiert das immer wieder mal je nach Empfinden.

 

 

 

Die Wirkung der verwendeten Kräuter in der Rauhnacht

 

  • Weihrauch klärt den Geist und hilft in transformatorischen Zeiten, stellt das seelische Gleichgewicht wieder her, Trostspender, Energiebringer, löst starre Denkmuster auf, befreit von Zukunftsängsten und Sorgen.
  • Wacholder hilft uns, Chancen wahrzunehmen und zu erkennen, erweckt die Intuition. Hält negative Einflüsse fern und schützt vor negativer Beeinträchtigung von außen.
  • Lavendel reinigt und desinfiziert die Luft und beruhigt. Entspannt und hilft beim Loslassen von belastenden Gefühlen.
  • Baldrianwurzel schafft Harmonie und beruhigt.
  • Salbei ist stark reinigend und aufbauend. Entfernt schlechte Energien und steht für Neubeginn.
  • Mädesüß wirkt tröstend und heilend.

 

Und noch mehr Kräuter die du in den Rauhnächten verwenden kannst und die sich gut eignen:

 

 

  • Ysop wirkt aufbauend, segnend und vermehrt positive Energie.
  • Palo Santo öffnet das Herz und sorgt für innere Balance.
  • Beifuß hilft, Altes loszulassen und Entscheidungen zu treffen, sehr hilfreich bei Übergangsritualen.
  • Johanniskraut und Königskerze wirken stimmungsaufhellend. Lösen negative Spannungen auf. Sie werden Sonnwendkräuter genannt, da sie auch gerne zur Sonnenwende verräuchert werden.
  • Kiefernharz nannte man früher Waldweihrauch. Mittlerweile ist er schwer zu bekommen. Transformiert das Negative und stärkt die Lebensfreude und das Selbstvertrauen.
  • Tannenharz gibt Kraft, Mut und Ausdauer.
  • Ringelblume schenkt uns Licht und unterstützt uns dabei, positiv zu bleiben.
  • Myrrhe ist das Gummiharz des Myrrhe Strauchs, der in Südarabien und Äthiopien beheimatet ist. Sie ist unterstützt dabei, Altes loszulassen. Sie hilft, seelische Wunden zu heilen und zu verzeihen. Sie erdet und schenkt wärmende und tröstende Energie.
  • Rosenblüte stärkt das Herzzentrum und bringt eine liebevolle, sinnliche Atmosphäre in den Raum. Sie fördert harmonische Beziehungen und stärkt die Liebe zu dir und zu anderen.
  • Alantwurzel bringt Sonne ins Herz.
  • Thymian holt verdrängte Emotionen an die Oberfläche, ist Herzöffner, stärkt die Energie, wirkt aufbauend bei trüben Gedanken und Antriebslosigkeit. Reinigt und desinfiziert die Räume.
  • Fichte löst emotionale Blockaden, ist stärkend und reinigend bei Erschöpfungszuständen, hilft bei Ängsten und Nervosität, stärkt die innere Balance.
  • Johanniskraut, auch „Sonnenkraut“ genannt, hilft gegen Kummer, Depression und traurige Gedanken.
  • Mistel bringt Licht ins Unbewusste und Verborgene, schützt vor Missgeschicken und Unglück.
  • Kampfer fördert die Selbstliebe und schenkt inneren Frieden.
  • Holunder hilft dabei, den richtigen Zeitpunkt für Entscheidungen zu finden.
  • Frauenmantel hilft, für sich selbst da zu sein.
  • Eisenkraut stärkt das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen und macht Mut.
  • Rosmarin schafft Durchlässigkeit, öffnet das Herz.
  • Engelwurz oder Angelika ist angstlösend, seelisch stärkend und aufhellend, kann Herzenswärme und Lebensfreude fördern und uns ins eigene Vertrauen zurückführen.

 

Du kannst die Kräuter einzeln räuchern oder dir intuitiv zu den passenden Rauhnächten eine Mischung herstellen

Es gibt auch schon viele sehr gute fertige Mischungen, wenn du dir lieber die Zeit sparen möchtest und etwas anderes für dich machen möchtest kannst du fertige Mischungen direkt im Handel erwerben. Sehr gute Mischungen kannst du hier kaufen. Wenn du jedoch einen Garten hast und in der Nähe von Wiesen und Wald wohnst, kannst du dir alles im Sommer bereits vorbereiten, trocknen und dir deine eigene Mischungen herstellen.

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